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Vereins-Chronik

Die Anfänge des Fanfarenzuges der Pfetzerzunft Zollhaus-Randen gehen zurück bis in den Anfang der fünfziger Jahre. In den Nachkriegsjahren, als sich das Leben zusehends normalisiert hatte, wollten die Zollhauser und Randemer auch zur Fasnacht wieder zünftig närrisch sein. 1954 - erster Fanfarenzug Sehr bald begann man die närrischen Tage zu organisieren, Umzüge und Bälle wurden veranstaltet, doch eines fehlte dem noch jungen Narrenverein zum närrischen Glück: eine eigene Musik.

1954 - Der erste Schritt
Bei einem Treffen im Jahre 1954 kam zu vorgerückter Stunde die Idee, einen Fanfarenzug zu gründen. Ohne Diskussion, man war begeistert und aus dieser Runde wurden spontan eine Fanfare und eine Trommel gestiftet. Dies war die Geburtsstunde des Fanfarenzuges Zollhaus-Blumberg. Doch die Instrumente spielten auch damals nicht von allein. Man fand eine schon "musikalisch vorbelastete" Familie. Der erste Bläser war Paul Daniel, der erste Trommler sein Bruder Josef Daniel und Willi Fischer.

In den nächsten drei Jahren nahm die Zahl der Instrumente immer mehr zu, und schließlich bestand der Fanfarenzug aus 10 Aktiven und der stolzen Tambourmajorin, Lotte Schaller. Paul Daniel übernahm in dieser Zeit die Ausbildung weiterer hinzukommender Bläser und Trommler.

1957 - Offizielle Gründung des Fanfarenzuges
Die Probenarbeiten übernahmen die Lehrer Josef Albiez und Hans Braun.

1957 - Gründung des Fanfarenzugs

1958 - Erste Satzung
In einer Sitzung am 11.11.1958 wurde die erste Satzung beschlossen. So wurde der Grundstein für den heutigen Fanfarenzug Zollhaus gelegt.

In den folgenden Jahren wurden zusätzlich neue Instrumente angeschafft und mehr Aktive wurden tätig. Nachbarschaftsbesuche auch über die Landesgrenzen hinaus in die Schweiz, machten den Fanfarenzug über die Stadtgrenzen bekannt.

1962 übernahm Willi Fischer die Führung des Fanfarenzuges, Hilmar Schmid wurde Übungsleiter. Die Auftritte beschränkten sich nach wie vor auf die närrische Zeit.

1963 - Hilmar Schmid übernimmt die Gesamtleitung
Im Jahre 1963 übernahm Hilmar Schmid als Tambourmajor den Fanfarenzug in der Gesamtleitung, mit ihm begann auch eine neue Ära. Einladungen zu Auftritten unter dem Jahr häuften sich und so kam auf die Musiker ein neues Problem zu. Die fasnachtliche Verkleidung passte ganz und gar nicht zu sommerlichen Auftritten, die Beschaffung einer Uniform wurde immer notwendiger. 1968 - Roland Volz mit neuer Uniform In Anlehnung an die frühere Mautstation in Zollhaus unter Fürstlich Fürstenbergische Herrschaft, beschaffte man 1967 eine Landsknecht-Uniform in den Farben rot-weiß-blau. Valentin Hofacker stand hierbei beratend zur Seite. Bei einem Auftritt des Fanfarenzuges am "Schwyzertag" in Tiengen wurde die Uniform erstmals öffentlich vorgestellt.

1967 - Neue Satzung / Fanfarenzug bekommt eigenen Vertreter
1967 wurde eine neue Satzung beschlossen. Bis zu diesem Zeitpunkt war der Fanfarenzug fest in die Narrengesellschaft integriert. Mit dem neuen Vorstand wurde auch der Namen Narrengesellschaft Zollhaus-Randen umgeändert in "Pfetzerzunft Zollhaus-Randen". Die Aufgaben und die Organisation waren inzwischen so umfangreich geworden, dass der Fanfarenzug als eine selbständige Abteilung der Narrenzunft geführt wurde. Dieser Schritt war notwendig, brachte aber innerhalb der Zunft keine Veränderung. Der Fanfarenzug hatte damals 14 Mitglieder, Tambourmajor war Hilmar Schmid. Teilnahmen an Fanfarenzugtreffen, Narrentreffen und Narrenumzügen, auch in Frankreich und der Schweiz, gaben dem Fanfarenzug Gelegenheit, sein gereiftes Können zu zeigen.

1968 bekam der Fanfarenzug einen eigenen Vertreter. Dieses Amt übernahm bis 1971 Albert Selb.

1969 - Umzug in Zollhaus

1971 übernahm Hilmar Schmid das Amt des Fanfarenzug Vertreters, das er bis 1980 führte und ist gleichzeitig immer noch Tambourmajor. Der Fanfarenzug zählte mittlerweile 16 aktive Bläser und Trommler.

1972 - Aufnahme in die Narrenvereinigung
Die Zunft wurde 1972 in die Narrenvereinigung Baar - Hegau - Bodensee aufgenommen. Mit diesem Schritt der Zunft kamen neue Verpflichtungen und neue Auftritte für den Fanfarenzug. In steter Entwicklung verliefen die nächsten Jahre, der Fanfarenzug beteiligte sich nun auch manchmal im Sommer an den Sonntagvormittagen an den von der Stadt Blumberg arrangierten Platzkonzerten.

1975 - 25-jähriges Jubiläum der Pfetzerzunft
Im Jahre 1975 feierte die Pfetzerzunft Zollhaus-Randen in der Stadthalle in Blumberg ihr 25-jähriges Jubiläum. Etliche Gastzünfte mit den Fanfarenzügen aus der Vereinigung Baar - Hegau - Bodensee nahmen an der gelungenen Brauchtumsfeier teil.

1977 wurde mehrheitlich Beschlossen, keine Mädchen in den Fanfarenzug aufzunehmen.

20-jähriges Jubiläum Fanfarenzug Zollhaus
Im September des Jahres 1978 wurde das 20-jährige Bestehen des Zollhauser Fanfarenzuges mit einem viertägigen Fest gefeiert. Eine große Zahl von Fanfaren- und Spielmannszügen gaben in Zollhaus ein Stelldichein.

1979 wurde mehrheitlich beschlossen, verlobte und verheiratete Frauen von aktiven Mitgliedern aufzunehmen.

1980 nach einem weiteren Beschluss, wurden nun auch Frauen in den Fanfarenzug aufgenommen, im gleichen Jahr übernimmt Albert Selb zum zweiten Mal das Amt des Fanfarenzug-Vertreters für zwei weitere Wahlperioden bis 1986.

In den nächsten 10 Jahren wurden weitere Höhen und Tiefen durchlebt. Die klassischen Fanfaren wurden durch Ventilfanfaren ergänzt, eine zweite, leichtere Sommeruniform wurde angeschafft und mittlerweile wieder abgeschafft. Es musizierten rund dreißig aktive Musiker.

Von 1986 - 1989 übernahm Karl Daub das Amt des Fanfarenzug Vertreters in der Vorstandschaft.

1989 wurde Bernd Müller wurde zum Vertreter des Fanfarenzugs gewählt.

Am 19. und 20. August 1989 feierte der Fanfarenzug, allerdings mit einem Jahr Verspätung, sein 30-jährige Bestehen. Hierfür wurde ein Treffen der Fanfaren- und Spielmannszüge mit Umzug und anschließendem Jubiläumsabend veranstaltet.

1990 - Krise im Fanfarenzug
Tambourmajor Hilmar Schmid musste aus gesundheitlichen Gründen pausieren. Es wurde auf die schnelle kein geeigneter Tambourmajor gefunden, Bernd Müller sprang als Interims Lösung ein. Während dieser Krise hörten damals ca. 10-15, von ehemals 30 Musikern, beim Fanfarenzug auf.

1992 übernahm Karl Daub für ein Jahr kommissarisch das Amt des Fanfarenzug Vertreters.

1993 übernahm Ralf Rösch das Amt des Fanfarenzug Vertreters. Er behielt das Amt inne bis 1998.

1995 übernahm Karl Daub das Amt des Tambourmajor, der Fanfarenzug festigte sich und entwickelte sich langsam wieder weiter.

1997 wird der Fanfarenzug mit warmen strapazierfähigen Umhängen in der Form eines Kutschermantels ausgerüstet.

1998 wurde Eckehard Martin Vertreter des Fanfarenzug, Tambourmajor war weiterhin Karl Daub.

2004 - Zöglinge

2000 feiert die Pfetzerzunft Zollhaus-Randen 50-jähriges Jubiläum. Einige ehemalige Musiker kamen wieder zurück.

2001 wechselt das Amt des Tambourmajor von Karl Daub auf Wilfried Schmid. Der Verein zählte 15 aktive Mitglieder.

2002 stossen zu den aktiven Mitgliedern zwei Zöglinge hinzu.

Im Jahr 2004 löste Thomas Volz Eckehard Martin nach 6 Jahren Vorstand Fanfarenzug ab und wurde neuer Vertreter des Fanfarenzug. Zusammen mit Wilfried Schmid wurde wieder eine rege Zöglingsausbildung ins Leben gerufen. Bei der Fastnachtseröffnung am 11.11.2004 konnten 7 neue Zöglinge erstmals im Gesamtzug mitspielen.

2005 - Besuch des Fanfarenzugs Wutöschingen, anlässlich dessen 35-Jährigen Jubiläums. Dort traf der Fanfarenzug eines seiner Gründungsmitglieder, Hr. Josef Albiez.

Im September 2005 fand ein Herbstfest mit befreundeten Fanfarenzügen und Spielen vor der Museumsbahn statt. Erstmals wurde wieder ein 2-tägiger Ausflug des Fanfarenzugs nach Heidelberg und Speyer unternommen.

Der Fanfarenzug zählt jetzt wieder 21 aktive Trommler und Bläser und nimmt an diversen Veranstaltungen auch unter dem Jahr teil.

2008 - 50-jähriges Jubiläum des Fanfarenzug Zollhaus
Am 14.06.2008 feiert der Fanfarenzug Zollhaus sein 50-jähriges Bestehen.